Es ist Juli und viele Schüler und Schülerinnen stehen vor einer wegweisenden Entscheidung – sie müssen sich entscheiden, wie sie Ihre berufliche Zukunft gestalten möchten. Auch bei der FNT hat die Bewerbungsphase für die Ausbildungsplätze begonnen. Deshalb gibt es wohl kaum einen besseren Zeitpunkt für ein Interview mit unserem Ausbildungsleiter Marcus Fetzer. Im Gespräch stellt er die Ausbildungswege bei FNT vor, erklärt welche Anforderungen an die Bewerber und Bewerberinnen gestellt werden und gibt natürlich auch hilfreiche Tipps zur Bewerbung.

Hallo Marcus, vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast. Erklär uns doch zunächst, was es für Karrieremöglichkeiten bei der FNT für Schüler/-innen und Studierende gibt. Welche Profile werden gesucht?

Marcus Fetzer : Grundsätzlich gibt es zwei Ausbildungsformen zu unterscheiden: Zum einen die Berufsausbildung und zum anderen das duale Studium, beide Ausbildungswege dauern drei Jahre.
Was die Ausbildungsberufe bei der FNT anbelangt, so gibt es einmal den des Fachinformatikers – entweder mit Spezialisierung auf den Schwerpunkt Systemintegration oder auf den Schwerpunkt Anwendungsentwicklung. Außerdem bieten wir eine Ausbildung zum Informatikkaufmann/-frau an. Zusätzlich zu den Ausbildungsberufen im Informatikbereich suchen wir auch Kaufleute für Büromanagement, allerdings in deutlich geringerer Anzahl – hier haben wir in der Regel eine Stelle zu besetzen, während es im Informatikbereich vier Ausbildungsplätze gibt.
Für Bewerber und Bewerberinnen mit Hochschulzugangsberechtigung bieten wir die Bachelor-Studiengänge Informatik (Bachelor of Engineering) und Wirtschaftsinformatik (Bachelor of Science) an der DH in Heidenheim an.

Außerhalb dieser Ausbildungen kann man sich natürlich auch jederzeit für ein Praktikum, ein Praxissemester oder eine Abschlussarbeit bei der FNT bewerben.

Wann ist denn der beste Zeitpunkt, sich für einen Ausbildungsplatz zu bewerben?

Marcus Fetzer: Eine frühe Bewerbung ist immer von Vorteil. Es läuft alles schon ein Jahr im Voraus. Man kann sich durchaus schon mit dem Halbjahreszeugnis im März oder April für eine Stelle im darauffolgenden Jahr bewerben und dann das Abschlusszeugnis nachreichen. Die meisten Bewerbungen erhalten wir aber immer am Anfang der Sommerferien, also ein Jahr vor Ausbildungsbeginn. Momentan ist der Bewerbungsprozess für die Ausbildungsplätze 2019 also in vollem Gange.

Zunächst einmal erfolgt die schriftliche Bewerbung. Was ist besonders wichtig und was ist ein absolutes No-Go? Wie kann man sich mit seinem Anschreiben von anderen Bewerbern abheben?

Marcus Fetzer: Rein formal bevorzugen wir eine elektronische Bewerbung, am Besten zusammengefügt als ein PDF Dokument. Auch die Vollständigkeit ist wichtig. Die Bewerbung sollte Anschreiben, Lebenslauf, Schulzeugnisse und gegebenenfalls noch andere Bescheinigungen oder Zertifikate beinhalten. Im Anschreiben sollte man sich und seine Person vorstellen und insbesondere seine IT-Affinität zur Geltung bringen: Idealerweise seine ganz persönliche Geschichte erzählen, wie man zur IT gekommen ist und was einen daran begeistert. Viele Bewerber/-innen haben schon ein Praktikum im IT-Bereich absolviert oder der Familie bei einer PC-Reparatur geholfen. Das alles ist in der Bewerbung natürlich von Vorteil.

Weitere Bewerbungstipps gibt es im Karrierebereich unserer Website zu lesen.

Welche Rolle spielen Noten und auf welche anderen Qualifikationen und Fähigkeiten wird noch Wert gelegt?

Marcus Fetzer: Solange das Zeugnis keine gravierenden Mängel offenbart, sind die Noten per se kein Ausschlusskriterium. Dennoch sind die Noten auch nicht ganz unwichtig. Eine gute Mathenote impliziert oft die Fähigkeit, logisch zu denken. Das ist vor allem für die dualen Studierenden wichtig, da Mathe an der Dualen Hochschule als Fach gelehrt wird. Außerdem sind gute Englischkenntnisse von Vorteil, da viele Programmiersprachen englische Wörter beinhalten und auch im Berufsalltag bei der FNT vieles international ist. Für die Kommunikation und die schriftliche Dokumentation ist außerdem eine gute sprachliche Ausdrucksweise wichtig, weshalb wir auch auf die Note im Fach Deutsch achten.

Ansonsten ist uns wichtig, dass der oder die Bewerber/-in IT-Affinität besitzt, dass er oder sie unsere Leidenschaft für IT teilt und zu unserem FNT Spirit passt. Vorkenntnisse sind natürlich immer von Vorteil, aber keine Voraussetzung. Auch auf ein offenes und kommunikatives Wesen der Bewerber und Bewerberinnen legen wir Wert. Das lässt sich auch an ehrenamtlichem Engagement, zum Beispiel in Sportvereinen oder bei der örtlichen Feuerwehr, festmachen.

Wie läuft der weitere Bewerbungsprozess ab?

Marcus Fetzer: Die Bewerbungen werden alle elektronisch erfasst. Nach Eingang der Bewerbung erhält man innerhalb kürzester Zeit eine Eingangsbestätigung. Dann ist zunächst Abwarten angesagt. Der Zeitraum, in dem wir die Bewerbungen erhalten, erstreckt sich von März bis zu den Sommerferien. Bei der FNT sind wir trotz vieler Bewerbungen recht flexibel. Jede einzelne Bewerbung wird sorgfältig geprüft. Gegen Ende der Sommerferien führen wir dann die ersten Auswahlrunden und Bewerbungsgespräche durch.

Im besten Fall erfolgt dann die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Wie können sich die Kandidaten auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten?

Marcus Fetzer: Ganz wichtig ist es, als Mensch zur FNT zu passen. Es herrscht manchmal noch das Vorurteil, Softwareentwickler seien lichtscheue Kellerkinder. Softwareentwicklung hat aber bei FNT auch viel mit Kommunikation und Teamarbeit zu tun. Als Bewerber/-in sollte man deshalb versuchen, bereits im Vorstellungsgespräch zu zeigen, dass man eine kommunikative Person ist. Man sollte die Fragen ausführlich beantworten und seine Aussagen am besten an Beispielen erläutern. Außerdem sollte man auch über die FNT als Firma Bescheid wissen. Natürlich versuchen wir auch immer herauszukitzeln, wie die IT-Affinität entstanden ist und welchen Bezug der Bewerber zur IT hat. Das gilt sowohl für die dualen Studienplätze als auch für die Ausbildungsberufe.

Wie sehen die Übernahmechancen nach der Ausbildung aus?

Marcus Fetzer: Wir machen die Ausbildung explizit mit dem Ziel, unser Wachstum hier bei der FNT auch durch die eigene Ausbildung zu unterstützen. Insofern hat man hervorragende Übernahmechancen, wenn die Leistung während der Ausbildung bei der FNT stimmt. In diesem Zusammenhang unterstützen wir auch langfristig die Entwicklungswege. In vielen Fällen haben unsere Auszubildenden gesagt, dass sie noch studieren möchten oder im Falle der DH Studierenden, dass diese nach dem Bachelor noch Ihren Master machen möchten. Diesen Weg möchten wir langfristig begleiten und fördern.

Den Einstieg ins Unternehmen nach der Berufsausbildung bereiten wir auch schon ein Stück weit vor. Schon während des Studiums oder der Ausbildung haben wir das Augenmerk darauf, in welchem Bereich die Auszubildenden und Studierenden bei uns tätig sein möchte. Entsprechend werden auch die Themen für die Projekt- bzw. Abschlussarbeiten individuell abgestimmt.

Wie läuft die Ausbildung bei der FNT grundsätzlich ab?

Marcus Fetzer: Im ersten Ausbildungsjahr werden Grundvoraussetzungen geschaffen. Das beinhaltet Dinge wie das Erlernen der Programmiersprachen oder das Zurechtfinden im FNT Arbeitsumfeld. Ab dem zweiten Ausbildungsjahr sind die Auszubildenden und Studierenden schon aktiv als vollwertiges Teammitglied eingebunden und übernehmen eigenständig Aufgaben und Verantwortlichkeiten.

Was zeichnet die FNT als Arbeitgeber gerade auch im Hinblick auf junge Leute aus? Was können Auszubildende und Studierende bei der FNT erwarten?

Marcus Fetzer: Wir haben ein junges und motiviertes Ausbildungsteam, das den FNT Spirit lebt. Die Hierarchien hier sind flach und man hat die Möglichkeit, selbst etwas mitzubewegen. Auch das kollegiale Miteinander ist eine große Stärke der FNT. Viele Kollegen treffen sich auch außerhalb der Arbeitszeiten zum Laufen, Klettern oder besuchen Festivals. Auch unter den Studierenden und Auszubildenden herrscht ein guter Zusammenhalt. Regelmäßig werden gemeinsam Dinge unternommen, seien es Kinobesuche oder gemeinsame Abende beim Pizzaessen. Auch was die Ausbildungsinhalte anbelangt, bekommen wir immer viel positives Feedback, da wir auf sehr praxisorientierte und vielfältige Inhalte achten.

FNT Inside – 3 Fragen an Marcus Fetzer

1. Wie würdest du die FNT in einem Satz beschreiben?

A: „Ich bin jetzt schon seit 16 Jahren hier und kann die FNT als Firma und Arbeitgeber nur jedem weiterempfehlen.“

2. Was ist dein Lieblingsessen in der FNT Kantine?

A: Schnitzel mit Pommes

3. Was war dein lustigstes Erlebnis, dass du mit der FNT verbindest?

A: Vor einiger Zeit gab es regelmäßig Fußballturniere. Bei meiner ersten Teilnahme nach gerade mal einem halben Jahr bei der FNT rief mein damaliger Chef „Wenn der so programmiert wie er kickt, dann wird das nichts bei der FNT…“