Einmal im Jahr bietet das Java Forum Stuttgart in der Stuttgarter Liederhalle eine perfekte Plattform, um sich über aktuelle Themen, Neuheiten und Herausforderungen rund um die Programmiersprache Java auszutauschen. Dem Motto „Java für Entwickler und Entscheider“ folgten dieses Jahr 1800 Besucher. Im Rahmen des Events konnten sich die Teilnehmer Vorträge von renommierten Vertretern aus der Branche anhören, jede Menge fachsimpeln und natürlich auch „networken“. Parallel fand eine Ausstellung mit Live-Demonstrationen über konkrete Produkte statt. Natürlich darf bei so einem Event die FNT nicht fehlen.

FNT Vortrag unter den Top 10 aller Vorträge

Bereits im vergangenen Jahr war das Event für die FNT ein voller Erfolg. Der Vortrag „Vom Monolith zur Microservice Architektur – Ein Praxisbericht von FNT“ landete unter den Top 10 der Teilnehmer-Bewertungen aller Vorträge. Die FNT Mitarbeiter Michael Vögeli und Ulrich Vigenschow gaben dabei interessante Einblicke in das Thema Microservices. Konkret thematisiert wurde die Frage: Wie kann man einen seit Jahren gewachsenen Software-Monolithen in Microservices zerlegen?

Unsere Referenten berichteten praxisnah von Ihren Erfahrungen, erläuterten warum bestimmte technische Entscheidungen getroffen wurden und worauf man achten sollte. Die Microservice Lösung war dabei nicht von Anfang an geplant, sondern hat sich vielmehr als die beste Lösung herausgestellt, nachdem verschiedene Architekturansätze evaluiert wurden. Das Interesse der Zuhörer war beeindruckend und der Diskussionsbedarf groß. Die vorgegebenen fünf Minuten zur Beantwortung der Fragen waren dabei keinesfalls ausreichend, wie Ulrich Vigenschow betont:

„Allerdings waren die fünf Minuten definitiv zu kurz, sodass wir auch in der Zeit, in der wir unser Equipment wieder abgebaut und verstaut haben immer noch am Fragen beantworten und diskutieren waren. Dabei war auch die eine oder andere Anregung dabei, die wir in die weitere Entwicklung einfließen lassen können.“

Ulrich Vigenschow

Softwareentwickler, FNT

Doch nicht nur der Vortrag fand großen Anklang, auch an unserem Stand war jede Menge geboten. Unser Entwickler und damaliger Master-Student Dominik Bergen stellte seine Masterarbeit zum Thema HoloLens vor. Mit dieser Mixed-Reality Brille konnte man virtuelle Rechenzentren und Schränke im physischen Raum darstellen.

Auch 2018 war wieder ein voller Erfolg

Natürlich war die FNT auch in diesem Jahr wieder mit einem Ausstellungsstand und einem spannenden Vortrag vertreten. FNT Integration Architect Tim Riemer referierte über das Thema „JUnit 5 & Testcontainers – Testen in Zeiten von Java 10 und Docker“. Gerade weil Docker nun in vielen Entwicklungs- und Testabläufen präsent ist, ist dieses Thema brandaktuell, jedoch auch ziemlich komplex. Der Einsatz von JUnit sowie der Testcontainer Bibliothek kann vieles vereinfachen. Die JUnit 5 wurde erst im September 2017 veröffentlicht, weshalb noch viele mit den neuen Features Probleme haben – genau diese brachte Tim den Zuhörern näher. Im Rahmen der Testcontainer Bibliothek wurde außerdem die Erstellung von eigenen Docker Containern oder die Nutzung von vorgefertigten Datenbank Containern thematisiert.

Am FNT Stand gab es auch dieses Mal wieder einen Eyecatcher. Thema war die Inventur bzw. Geräteaufnahme im Rechenzentrum, welche künftig automatisiert werden soll. Schließlich muss abgeglichen werden ob die Software auch das anzeigt, was im Rechenzentrum live ist. Tobias Herbert befasste sich im Rahmen seiner Bachelorarbeit in Singapur genau mit diesem Thema: Wie kann man mit dem Smartphone über Machine-Learning die Geräte im Rechenzentrum erkennen? Um das in der Praxis zu zeigen, wurde kurzerhand ein Schaltschrank fotografiert und das Bild auf ein Rollup gedruckt. Im Schaltschrank verbaut waren drei verschiedene Gerätetypen, welche mithilfe der App zu einer bestimmten Wahrscheinlichkeit identifiziert werden konnten.

Da die Idee zunächst nicht die gewünschte Aufmerksamkeit bekam, wurde ganz spontan improvisiert. Unsere Kollegen vor Ort hatten die Idee, unsere Give-Aways wie den FNT Stoffdrachen, Kugelschreiber oder Tassen zu fotografieren und diese der App über den Machine-Learning Algorithmus anzutrainieren. So konnte man die Bilderkennung an natürlichen Personen ausprobieren und dabei herausfinden ob man eher einem Kugelschreiber, einem Stoffdrachen oder einer Tasse ähnelt. So kam auch der Spaßfaktor nicht zu kurz.
Insgesamt können wir auf eine erfolgreiche Teilnahme zurückblicken und freuen uns schon auf interessante Themen und neue Herausforderungen beim nächsten Java Forum im kommenden Jahr.